Spielplan

113 Min.

ab 12 Jahren

John Petersen hat beschlossen, seinen an Demenz erkrankten Vater Willis in sein Haus in Kalifornien aufzunehmen. Einst im mittleren Westen auf einer Farm aufgewachsen, hat John eine harte Kindheit hinter sich. Mit der Ankunft seines Vaters in Kalifornien kommen auch alle längst verdrängten Erinnerungen in John wieder hoch. Dabei stellt er fest, dass Willis eine ganz andere Wahrnehmung von dieser Zeit hat. So passiert es, dass John oft mit seinem Vater aneinandergerät, was ihn nicht davon abhält, ihn trotz aller Umstände bedingungslos zu lieben. Zu sehr ist sein Vater Willis darauf bedacht, wie eh und je den starken Mann und das Oberhaupt der Familie zu spielen. Damit ist der homosexuelle John, der schon immer ein selbstbewusster, weltoffener und toleranter Mann war, das völlige Gegenteil von Willis. Und obwohl der alte Herr keine Gelegenheit auslässt, um seinen Sohn zu provozieren, hat John mittlerweile einen Weg gefunden, damit umzugehen und sich von den schmerzhaften Erinnerungen an die Vergangenheit zu befreien ... Mehr

88 Min.

ab 0 Jahren

"Aus der Tragödie meiner dementen Mutter ist kein Krankheits-, sondern ein Liebesfilm entstanden, der mit melancholischer Heiterkeit erfüllt ist." David Sieveking David zieht wieder zu Hause ein und übernimmt für einige Wochen die Pflege seiner demenzerkrankten Mutter Gretel, um seinen Vater Malte zu entlasten, der sich seit seiner Pension vor fünf Jahren um seine Frau kümmert. Während Malte in der Schweiz neue Kraft tankt, versucht sich David als Pfleger seiner Mutter. Mit dem Einverständnis der Familie dokumentiert er seine Zeit mit Gretel: David ist plötzlich Sohn, Betreuer und Dokumentarfilmer in einer Person. Seine Gegenwart und die Anwesenheit des Filmteams wirken erfrischend auf die Mutter, die endlich wieder Eigeninitiative entwickelt und neue Lebensfreude zeigt. Trotz ihrer zeitlich wie örtlichen Orientierungslosigkeit bleibt Gretel heiter und gelassen: Sie hält sich für eine junge Frau und David für ihren Mann Malte. David gelingt es, mit seiner verwirrten Mutter wunderbar lichte Momente zu erleben. Sie verliert ihr Gedächtnis, ihren Sinn fürs Sprechen, aber sie gewinnt etwas anderes: eine entwaffnende Ehrlichkeit und Unschuld, gepaart mit überraschendem Wortwitz und weiser Poesie. Ein Ausflug zu Gretels Schwester wird zur emotionalen Reise in die Familiengeschichte. Nach und nach lernt David das Leben seiner Mutter besser kennen und entdeckt ihre rebellisch-politische Vergangenheit. Wie ein Puzzle setzt er das beeindruckende Leben einer Frau zusammen, die Sprachwissenschaftlerin, Frauenrechtlerin, Revolutionärin, Lehrerin, Ehefrau und Mutter war. Als David zusammen mit Gretel in die Schweiz fährt, um Malte aus seinen Ferien abzuholen, recherchiert er auch dort weiter. Er erfährt, dass Gretel, während seine Eltern in den 70er Jahren hier lebten, vom Schweizer Staatsschutz überwacht wurde, da sie sich in einer marxistischen Gruppierung engagierte. David begegnet alten Genossen und Weggefährten, erfährt ungeahnte Geschichten aus dem Liebesleben seiner Eltern, von den Krisen ihrer „offenen Ehe“. Nun, am Ende ihrer mehr als 40-jährigen Beziehung, die sich durch liebevolle Distanz und gegenseitigen Respekt der Freiheit des anderen auszeichnete, kommen sich Gretel und Malte so nah wie noch nie. Ohne den Ballast ihrer Erinnerungen, Vorstellungen und Konzepte bringt Gretel eine neue Intimität und Zärtlichkeit in ihre Beziehung, die Malte zu schätzen lernt. Zu seinem Hochzeitstag fährt das Paar nach Hamburg, wo ihre Liebe begann. Es wird ihre letzte gemeinsame Reise. Aus Gretels Krankheit entsteht ein Neuanfang, und aus Davids biografischem Filmprojekt wird eine Liebeserklärung an das Leben und die Familie – eine Reise in die Vergangenheit seiner Eltern, dem Schlüssel seiner eigenen Geschichte. Mehr

121 Min.

ab 0 Jahren

Die demente Allie vergisst immer mehr aus ihrer Vergangenheit und auch ihr Kurzzeitgedächtnis leidet unter der Krankheit. Um ihren Alltag etwas zu versüßen und ihre Erinnerungen zu beleben, liest ihr ein pensionierter Geschäftsmann aus einem Notizbuch vor. Mit 17 lernt ein aus reichem Hause stammende Mädchen den aufgeweckten, aber armen Noah kennen. Die beiden verlieben sich ineinander und erleben einen stürmischen Sommer. Doch ihre Eltern sind gegen diese Verbindung und trennen die beiden voneinander... Noah schreibt ihr Briefe, aber die kommen nie an. Während er als Soldat in den zweiten Weltkrieg zieht, lernt sie den smarten und gutaussehenden Soldaten Lon Hammond kennen. Nach vielen Jahren begegnen sich Noah und sie wieder, nur ist letztere mittlerweile mit Lon verlobt... Mehr

142 Min.

ab 6 Jahren

Die 1960er-Jahre sind auch in den Vereinigten Staaten von Amerika ein Jahrzehnt voller Umbrüche. Auch der 19 Jahre alte Bob Dylan lässt sich von dem Strudel der Umwälzungen mitreißen. Seine Heimat in Minnesota hat er längst hinter sich gelassen und macht mittlerweile Musik am gefühlten Nabel der Welt: New York City. Dort, im West Village, lässt er sich mit seiner Gitarre und jeder Menge Talent im Gepäck von der Musik treiben. Genau dieses Talent macht schnell die Runde. Von Schubladen hält Dylan jedoch nur wenig. Mit der Folkbewegung fremdelt er und will sich nicht von ihr beanspruchen lassen. Er will seinen ganz eigenen Weg gehen und wirkliche Freunde auf dem unweigerlichen Weg an die Spitze um sich scharen. Die einen begreifen ihn als Querschläger, der musikalisch einfach nur gegen den Strich bürsten will, die anderen sehen in ihm einen genialen Künstler. Jedenfalls scheint eine neue Zeitrechnung zu beginnen, als er 1965 auf dem Newport Folk Festival plötzlich mit E-Gitarre auf der Bühne steht... Mehr

90 Min.

ab 12 Jahren

Totone ist jung, temperamentvoll, unbekümmert. Seine Zeit verbringt er am liebsten mit seinen Kumpels, geht tanzen und flirten. Bis die Realität ihn einholt. Plötzlich muss er Verantwortung für seine kleine Schwester und den runtergekommenen, elterlichen Hof im französischen Jura übernehmen. Um für den Lebensunterhalt zu sorgen, schmiedet er einen Plan: Er will den besten Comté-Käse herstellen. Immerhin winken dem Jahrgangssieger außer einer Goldmedaille 30.000 Euro Preisgeld. Unterstützt wird Totone von seinen Freunden, seiner Schwester und von seiner Liebe Marie-Lise - auch wenn die nicht immer ganz exakt in die fragwürdigen Methoden von Totone eingeweiht ist. Mehr

84 Min.

ab 0 Jahren

Es sind Kinder aller Herren Länder, und sie kämpfen für ihre Überzeugungen und eine bessere Zukunft. Den unbedingten Willen der Kinder, die Welt zu verändern, mitzuerleben ist anrührend und inspirierend zugleich. Regisseur Gilles de Maistre weiß diese Kraft, diese Fröhlichkeit und Energie der Kinder in seinen wunderbaren Bildern einzufangen. Ein Film, der Pflicht sein sollte für alle, die schon resigniert haben. Und für alle anderen natürlich auch. Mehr

135 Min.

ab 12 Jahren

Rio de Janeiro, Anfang der 1970er Jahre. In einem gemieteten Haus am Strand lebt die Familie Paiva: Vater Rubens, Mutter Eunice und ihre fünf Kinder. Auch mit der allgegenwärtigen Unterdrückung bewahren sie in ihrem Zuhause eine Atmosphäre der Liebe, des Humors und der Offenheit. Ihre Zuneigung zueinander wird zu einem stillen Akt des Widerstands gegen die Diktatur, die ihr Leben radikal verändert. Als Rubens verschwindet, wird Eunice zur treibenden Kraft, um ihrer Familie eine neue Zukunft aufzubauen. Den Herausforderungen dieser dunklen Zeit begegnet sie mit Mut, Entschlossenheit und dem unerschütterlichen Glauben an ihre Kinder. Diese bewegende Geschichte wirft ein Licht auf die verschwiegenen Kapitel der brasilianischen Geschichte und würdigt die Stärke einer Frau, die trotz widrigster Umstände niemals aufgibt. OSCAR 2025 als bester internationaler Film! Mehr

92 Min.

ab 6 Jahren

Ein ganz gewöhnlicher Tag auf der Bettenstation einer chirurgischen Abteilung: Schwerverletzte müssen versorgt und Operierte umsorgt werden, während privilegierte, aber egoistische Privatversicherte nach Extrawürsten krähen und das Pflegeteam natürlich mal wieder aufgrund von chronischem Personalmangel völlig unterbesetzt ist. Trotz der Hektik kümmert sich Floria fachkundig und mit voller Hingabe um ihre Patient*innen. Obwohl sie alles gibt, geht sie langsam auf dem Zahnfleisch und die Spätschicht scheint mehr und mehr außer Kontrolle zu geraten - bis ihr schließlich ein folgenschwerer Fehler unterläuft. Mehr

116 Min.

ab 12 Jahren

Der Film erzählt die mitreißende und wahre Geschichte der rebellischen 18-jährigen Vera Brandes, die selbstbewusst und leidenschaftlich alles aufs Spiel setzt, um ihren Traum zu verwirklichen. Gegen den Willen ihrer konservativen Eltern bucht sie auf eigenes Risiko das Kölner Opernhaus, um Keith Jarrett im Januar 1975 für ein Konzert nach Köln zu holen. Sie weiß es noch nicht, aber diese improvisierte Stunde am Klavier, die bis zuletzt zu scheitern droht, wird auf Schallplatte verewigt und von vielen als eines der populärsten Kunstwerke des 20. Jahrhunderts angesehen: Keith Jarretts "The Köln Concert". Das ist die Geschichte davor. Mehr